Politik soll dem Wohl aller dienen. Für mich zählt, was Menschen langfristig hilft, gut zu leben. Dazu gehört die Freiheit, über das eigene Leben zu entscheiden: einen Beruf zu wählen, die eigene Meinung zu vertreten oder etwas auszuprobieren, das andere für eine schlechte Idee halten.
Freiheit braucht einen Rechtsstaat.
Diese Freiheit braucht einen verlässlichen Rechtsstaat. Gerichte müssen unabhängig entscheiden können. Das Recht muss für alle gelten. Politische Macht muss auf verschiedene Institutionen verteilt sein, damit niemand allein über die anderen bestimmen kann. Wir verdanken dieser Ordnung enorm viel: persönliche Freiheit, Sicherheit und die Möglichkeit, langfristig zu planen. Vieles davon nehmen wir im Alltag für selbstverständlich. Das ist es nicht.
Wettbewerb und ehrliche Kosten.
Auch wirtschaftliche Freiheit ist wichtig. Wer ein Unternehmen gründet, muss Menschen von seinem Angebot überzeugen. Kundinnen und Kunden entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben. Konkurrenz zwingt Unternehmen, sich zu verbessern. So entstehen neue Ideen, bessere Produkte und Arbeitsplätze. Dafür muss der Staat Wettbewerb ermöglichen und Regeln durchsetzen, auf die man sich verlassen kann.
Zu diesen Regeln gehört für mich Kostenwahrheit. Wenn ein Unternehmen oder eine Person Lärm, Umweltschäden oder andere Belastungen verursacht, gehören diese Kosten in die Rechnung. Sie sollen möglichst von den Verursachern getragen werden. Gleichzeitig sollten Vorschriften das Wohnen, Arbeiten und Produzieren nicht unnötig verteuern. Mich interessiert, welche Wirkung eine Regel tatsächlich hat.
Mut darf sich lohnen.
Wir brauchen auch Demut. Politik und Verwaltung können vieles wissen und sorgfältig arbeiten. Sie wissen trotzdem nicht im Voraus, welche Geschäftsidee funktionieren wird oder wo die nächste wichtige Innovation entsteht. Auch gut gemeinte Förderprogramme können Geld am falschen Ort einsetzen. Deshalb bin ich vorsichtig, wenn der Staat einzelne Unternehmen oder Branchen zu Gewinnern erklären will.
Wer ein Unternehmen gründet, kennt dessen Zukunft ebenfalls nicht. Er setzt trotzdem Zeit und eigenes Geld ein und trägt das Risiko. Dieser Mut darf sich lohnen. Wer Erfolg hat, darf davon profitieren. Wer sich verschätzt, soll die Folgen grundsätzlich selbst tragen. Es macht einen Unterschied, ob man das eigene Geld einsetzt oder das Geld anderer verteilt.
Wachstum ist kein Selbstzweck.
Gutes Wachstum soll bessere Einkommen ermöglichen, sinnvolle Arbeitsplätze schaffen und unseren Alltag verbessern. Es hilft uns, Schulen, Verkehrsverbindungen und verlässliche öffentliche Leistungen zu finanzieren. Dafür muss der Kanton selbst investieren, etwa in Bildung und Infrastruktur. Gleichzeitig müssen wir abwägen, welche Ausgaben sich langfristig rechtfertigen und welche Kosten wir späteren Generationen hinterlassen.
Warum ich in der FDP bin.
Die FDP ist für mich die Partei, die diesen Ansatz am glaubwürdigsten vertritt. Ich will eine Politik, die Menschen und Unternehmen Freiraum lässt und staatliche Aufgaben ernst nimmt. Bei Subventionen und Sondervorteilen für einzelne Gruppen frage ich nach dem Nutzen für die Allgemeinheit. Mich überzeugt eine Politik, die Arbeit, Unternehmergeist und neue Ideen erleichtert.
Eine solche Politik verteilt vielleicht weniger kurzfristige «Guddeli». Für mich zählt, was auf Dauer trägt: eine Ausbildung, die eine berufliche Zukunft eröffnet; ein Unternehmen, das Arbeitsplätze schafft; öffentliche Leistungen, die zuverlässig funktionieren. Eine liberale Politik muss sich daran messen lassen, ob sie das Leben der Menschen verbessert. Deshalb bin ich in der FDP.
Menschen mehr zutrauen.
Schreib mir dazu.